Italienisches Gericht: Zusammenhang zwischen Handynutzung und Hirntumor bestätigt

Mitte dieses Monats bestätigte ein italienisches Gericht in einer Klage von Roberto Romeo, der 15 Jahre lang mehrere Stunden am Tag mit seinem Handy telefonierte, dass die intensive Handynutzung der Grund für seinen Tumor sei, welcher zufolge hatte, dass Romeo nach einer Operation sein Gehör auf einer Seite verlor. Zuvor wurde der Zusammenhang zwischen Hirntumoren und Handys bei intensiver Verwendung schon in den USA gerichtlich bestätigt, davon berichtete ich im Artikel „Die schädlichen Folgen von Handys„. Dort gab ich als Empfehlung, wenn möglich ein Headset beim Telefonieren zu verwenden. Ein Leser gab noch den Hinweis, dass die höchste Strahlung beim Verbindungsaufbau des Gespräches gegeben sei, sodass es schon hilft, das Handy erst nachdem man die Stimme des Gesprächspartners hört, ans Ohr zu legen. Weiterlesen

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Jules Verne: Von der Erde zum Mond

Im Grübelstübchen wird eine neue Rubrik aufgemacht, auf der hin und wieder kritische Passagen zu unserer Gesellschaft aus der Weltliteratur erscheinen werden. Eine Erklärung zu den Texten wird in der Regel nicht nötig sein, da diese oftmals selbsterklärend sind bzw. der Interpretation des Lesers überlassen werden sollten. Ich möchte jedoch für den nachfolgenden Text als Anregung die Frage mitgeben, was eigentlich die moderne Rüstungsindustrie machen würde, wenn ihnen die gewinneinbringenden Kriege ausgehen? Meine persönliche Antwort darauf ist, dass ihnen die Kriege leider nicht ausgehen werden, da sie von mit der Kriegsindustrie verbundenen Leuten angeheizt und künstlich erschaffen werden.

In Folgendem das dritte Kapitel von  Jules Vernes Werk „Von der Erde zum Mond“ , übernommen von dem Gutenberg-Project über Spiegel-Online. Im Anschluss gibts noch ein Youtube-Link zu einer Hörbuch-Version.

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Am 5. October um acht Uhr Abends drängte sich eine dichte Menge in den Sälen des Gun-Clubs, 21. Union-square. Alle zu Baltimore einheimischen Mitglieder der Gesellschaft hatten sich auf die Einladung ihres Präsidenten dahin begeben. Die correspondirenden langten mit Expreß zu Hunderten in der Stadt an, und so groß auch die Sitzungshalle war, so konnte die Menge der Gelehrten darin nicht mehr Platz finden; sie strömte über in die anstoßenden Säle, die Gänge bis mitten in die äußeren Höfe, wo sie mit dem gewöhnlichen Volk zusammentraf, das sich an den Eingängen drängte: indem jeder in die vordersten Reihen zu gelangen trachtete, alle voll Begierde, die wichtige Mittheilung des Präsidenten Barbicane zu vernehmen, stieß und schob man sich herum, zerdrückte sich mit jener Freiheit des Handelns, welche den in den Ideen des self-government erzogenen Massen eigenthümlich ist.

An jenem Abend hätte ein zu Baltimore anwesender Fremder um keinen Preis in den großen Saal gelangen können; derselbe war ausschließlich den einheimischen Mitgliedern oder den Correspondenten vorbehalten; kein Anderer konnte darin einen Platz bekommen; und die Notablen der Stadt, die Mitglieder des Rathes der »Auserkohrnen« hatten sich unter die Menge ihrer Untergebenen mengen müssen, um flüchtig zu erhaschen, was drinnen vorging.

Die unermeßlich große Halle bot den Blicken einen merkwürdigen Anblick dar. Das umfassende Local war zum Erstaunen für seine Bestimmung geeignet. Hohe Säulen, aus übereinandergesetzten Kanonen gebildet, auf einer dicken Unterlage von Mörsern, trugen die feinen Verzierungen des Gewölbes, gleich Spitzen aus Guß gefertigt. Vollständige Rüstungen von Stutzern, Donnerbüchsen, Büchsen, Karabinern, alle Feuerwaffen alter und neuer Zeit, waren an den Wänden mit malerischen Verschlingungen gruppirt. Das Gas strömte in vollen Flammen aus tausend Revolvern, die in Form von Lüstern zusammengeordnet waren, während Girandolen von Pistolen und Candelaber, aus Bündeln von Flintenläufen gebildet, die glänzende Beleuchtung vollendeten. – Die Kanonenmodelle, die Probemuster von Bronze, die durchlöcherten Zielscheiben, die von Kugeln des Gun-Clubs zerschossenen Platten, die Auswahl von Setzern und Wischern, die Rosenkränze von Bomben, die Halsbänder von Geschossen, die Guirlanden von Granaten, kurz alle Werkzeuge des Artilleristen überraschten das Auge durch ihre Staunen erregende Anordnung, und erweckten den Gedanken, daß sie in Wahrheit mehr zum Schmuck, als zum Morden bestimmt seien.

Am Ehrenplatze sah man unter einer glänzenden Glasglocke ein zerbrochenes, vom Pulver zerdrehtes Stück von einem Kanonenstoß, kostbares Reststück von der Kanone J. T. Maston.

Am Ende des Saales saß auf einem breiten Sonderplatze der Präsident, umgeben von vier Secretären. Sein Sitz, der sich auf einer mit Schnitzwerk gezierten Lafette befand, war im Ganzen gleich einem starken Mörser von zweiunddreißig Zoll geformt, unter einem Winkel von neunzig Grad aufgeprotzt und an Zapfen befestigt, so daß der Präsident sich auf demselben, wie auf einem Schaukelstuhl (rocking-chair) in angenehmster Weise schaukeln konnte. Auf dem Schreibtisch, einer breiten Platte von Eisenblech auf sechs Karonaden, sah man ein Tintenfaß von besonderem Geschmack, das aus einer kostbar gemeißelten Biskayer Büchse gebildet war, und eine Donnerglocke, die bei Gelegenheit wie ein Revolver knallte. Bei heftigem Streit reichte diese neu erfundene Glocke manchmal kaum hin, die Stimmen dieser Legion von erhitzten Artilleristen zu übertönen.

Vor dem Schreibtisch waren kleine Bänke im Zickzack, gleich den Linien einer Verschanzung, aufgestellt und bildeten eine Reihenfolge von Basteien und Courtinen. Auf diesen saßen die Mitglieder des Gun-Clubs, und diesen Abend konnte man sagen, »es fehlte nicht an Mannschaft auf den Wällen«. Man kannte den Präsidenten gut genug um zu wissen, daß er ohne den gewichtigsten Grund seine Collegen nicht in Bewegung gesetzt hätte.

Impey Barbicane war ein Mann von vierzig Jahren, ruhig, kaltblütig, streng, von außerordentlich ernstem und concentrirtem Geist, pünktlich wie ein Chronometer, von erprobtem Temperament, unerschütterlichem Charakter, wenig ritterlich, doch abenteuerlich, aber voll praktischer Ideen, selbst bei den verwegensten Unternehmungen; – er war in hervorragender Weise der Mann Neu-Englands, der nordische Pflanzer, der Abkömmling jener Rundköpfe, die einst den Stuarts so gefährlich wurden, der unversöhnliche Feind der südlichen Gentlemen, jener vormaligen Junker des Mutterlandes. Mit einem Wort, er war ein Yankee reinsten Wassers durch und durch.

Barbicane hatte sich im Holzhandel ein großes Vermögen erworben; während des Krieges zum Artilleriedirector ernannt, zeigte er sich fruchtbar an Erfindungen, kühn in Ideen, trug viel zu den Fortschritten dieser Waffe bei, und gab den experimentalen Forschungen einen unvergleichlichen Schwung.

Ein Mann von mittlerer Statur hatte er – seltene Ausnahme im Gun-Club – ganz wohl erhaltene Glieder. Seine scharf ausgeprägten Gesichtszüge waren wie mit dem Lineal nach dem Winkelmaße geschnitten, und wenn es wahr ist, daß man, um eines Menschen instinctiven Charakter zu erkennen, ihn im Profil ansehen müsse, so konnte man bei ihm darin die deutlichsten Anzeigen von Energie, Kühnheit und Kaltblütigkeit wahrnehmen.

In diesem Augenblick war er in seinem Lehnstuhl unbeweglich, stumm, in Gedanken versenkt, den Blick nach innen gerichtet, mit einem hochgeformten Hut, – schwarzem Seidencylinder – welcher, scheint es, den amerikanischen Schädeln angeschraubt ist.

Das lärmende Geplauder seiner Collegen um ihn her störte ihn nicht; sie fragten sich einander, schweiften auf dem Feld der Vermuthungen, forschten in den Zügen ihres Präsidenten, und trachteten vergeblich, das X seiner undurchdringlichen Physiognomie heraus zu bekommen.

Als die Uhr des großen Saales mit Donnerschlägen die Stunde verkündete, erhob sich Barbicane plötzlich, als wie von einer Sprungfeder emporgeschnellt. Alles lauschte, und der Redner ließ sich mit etwas emphatischem Ton folgendermaßen vernehmen:

»Tapfere Collegen, schon allzu lange hat ein unfruchtbarer Friede die Mitglieder des Gun-Clubs in bedauerliche Unthätigkeit versetzt. Nach vier so ereignißvollen Jahren mußten wir unsere Arbeiten einstellen und auf dem Wege des Fortschritts plötzlich Halt machen. Ich nehme keinen Anstand, es laut auszusprechen, jeder Krieg, der uns wieder die Waffen in die Hand gäbe, würde willkommen sein…«

– Ja, der Krieg! rief stürmisch J. T. Maston.

– Hört! Hört! vernahm man allerwärts.

»Aber der Krieg, sagte Barbicane, »ist unter gegenwärtigen Umständen unmöglich; und was sich auch der ehrenwerthe College, welcher mich unterbrach, für Hoffnungen machen mag, es wird eine Reihe von Jahren verfließen, ehe unsere Kanonen wieder auf einem Schlachtfeld donnern. Das muß man sich nun gefallen lassen, und in einem andern Ideenkreise Nachahmung für unseren Thätigkeitstrieb suchen.«

Da die Versammlung merkte, daß ihr Präsident nun auf den Hauptpunkt kam, verdoppelte sie ihre Aufmerksamkeit.

»Seit einigen Monaten, wackere Collegen, fuhr Barbicane fort, habe ich darüber nachgedacht, ob wir nicht – doch innerhalb unseres Specialfachs – im Stande wären, eine große, des neunzehnten Jahrhunderts würdige Forschung vorzunehmen, und ob nicht die Fortschritte in der Ballistik uns in den Stand setzten, sie glücklich auszuführen. Zu dem Ende habe ich geforscht, gearbeitet, Berechnungen angestellt, und das Ergebniß meiner Studien war die Ueberzeugung, daß wir bei einer Unternehmung, die in jedem anderen Lande unausführbar sein würde, zu einem glücklichen Ziele gelangen müssen. Ueber dieses reiflich durchdachte Project will ich Ihnen nähere Mittheilung machen; es ist Ihrer würdig, würdig der Vergangenheit des Gun-Clubs, und wird unfehlbar großes Aufsehen in der Welt machen!

– Viel Aufsehen? rief ein leidenschaftlicher Artillerist.

»Sehr viel Aufsehen, im echten Sinne des Worts«, erwiderte Barbicane.

– Nicht unterbrechen! rief es von anderen Seiten.

»Ich bitte Sie also, wackere Collegen, fuhr der Präsident fort, mir Ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken.«

Unwillkürliche Bewegung ergriff die Versammlung. Barbicane rückte rasch seinen Hut und drückte ihn fest, dann fuhr er mit ruhiger Stimme fort:

»Es ist keiner unter Ihnen, wackere Collegen, der nicht den Mond gesehen, oder mindestens von ihm sprechen gehört hätte. Wundern Sie sich nicht, daß ich Sie hier über das Gestirn der Nacht unterhalte. Vielleicht ist’s uns vorbehalten, für diese unbekannte Welt die Rolle des Columbus zu spielen. Begreifen Sie mich, unterstützen Sie mich mit allen Kräften, so will ich Sie führen, diese Eroberung zu machen, und der Name des Mondes wird sich denen der sechsunddreißig Staaten anreihen, welche den großen Bund dieses Landes bilden.«

– Hurrah dem Mond! rief der Gun-Club wie mit einer Stimme.

»Man hat viel Studien über den Mond gemacht, fuhr Barbicane fort. Seine Masse, Dichtigkeit, sein Gewicht und Umfang, seine Beschaffenheit, Bewegungen, Entfernung, seine Rolle in der Sonnenwelt sind nun genau bekannt; man hat Mondkarten gefertigt, welche an vollkommener Ausführung den Erdkarten wenigstens gleich kommen, wofern sie dieselben nicht übertreffen; die Photographie hat von unserem Trabanten Musterbilder von unvergleichlicher Schönheit geliefert. Kurz, man weiß von dem Mond Alles, was die mathematischen Wissenschaften, Astronomie, Geologie, Optik uns lehren können; aber bis jetzt ist noch nie ein directer Verkehr mit demselben hergestellt worden.«

Bei diesem Satz des Redners gab sich eine heftige Bewegung des Interesses und der Ueberraschung zu erkennen.

»Gestatten Sie mir, fuhr derselbe fort, mit einigen Worten daran zu erinnern, wie einige glühende Geister in phantasievollen Reisebeschreibungen vorgaben, die Geheimnisse unseres Trabanten ergründet zu haben. Im siebenzehnten Jahrhundert rühmte sich ein gewisser David Fabricius, die Bewohner des Mondes mit eigenen Augen gesehen zu haben. Im Jahre 1649 veröffentlichte ein Franzose I. Beaudoin, eine Reise in den Mond, von dem spanischen Abenteurer Dominico Gonzalez unternommen. Zu derselben Zeit ließ Cyrano de Bergerac die berühmte Expedition, welche in Frankreich so viel Erfolg hatte, erscheinen. Später schrieb ein anderer Franzose, Fontenelle mit Namen, über die Mehrheit der Welten ein Hauptwerk; aber die Wissenschaft überbietet in ihrem Fortschritt auch die Meisterwerke! Um’s Jahr 1835 erzählte ein aus dem New-York Americain übersetztes Werkchen, Sir J. Herschel, der zum Zweck der astronomischen Studien an’s Cap der guten Hoffnung gesendet worden war, habe vermittelst eines vervollkommneten Teleskops den Mond bis auf eine Entfernung von achtzig Yards [Fußnote] nahe gebracht. Da habe er ganz deutlich Höhlen beobachtet, worin Flußpferde hausten, grüne mit Goldsaum befranzte Berge, Schöpfe mit Hörnern von Elfenbein, weiße Rehe, Bewohner mit pergamentgleichen Flügeln, wie bei den Fledermäusen. Dieses von einem Amerikaner Namens Locke verfaßte Werkchen hatte großen Erfolg. Bald aber erkannte man darin eine Mystification der Wissenschaft, und die Franzosen lachten zuerst darüber.«

– Ueber einen Amerikaner lachen! rief J. T. Maston, da haben wir ja einen Casus belli . . .

»Beruhigen Sie sich, mein würdiger Freund. Bevor die Franzosen lachten, haben sie sich von unserem Landsmanne vollständig anführen lassen. Ich füge bei, daß ein gewisser Hans Pfaal aus Rotterdam in einem Ballon, der mit Stickstoffgas gefüllt war, welches fünfunddreißigmal leichter als Wasserstoffgas ist, in neunzehn Tagen bis zum Mond gelangte. Diese Reise war, gleich der vorausgehenden, nur eine Phantasie-Unternehmung, aber sie hatte einen populären amerikanischen Schriftsteller, der ein Genie von seltenem Tiefsinn war, Poë, zum Verfasser.«

– Hurrah dem Edgar Poë! rief die Versammlung voll Begeisterung.

»So viel, fuhr Barbicane fort, von den Versuchen, die als lediglich wissenschaftlich durchaus ungenügend sind, um ernstlich Verbindungen mit dem Gestirn der Nacht einzurichten. Doch muß ich hinzufügen, daß einige praktische Geister den Versuch machten, sich wirklich mit ihm in Verbindung zu setzen. Vor einigen Jahren machte ein deutscher Geometer den Vorschlag, eine Commission von Gelehrten in die Steppen Sibiriens zu schicken. Dort solle man auf ungeheuer ausgedehnten Ebenen unermeßliche geometrische Figuren mit Hilfe beleuchteter Metallspiegel entwerfen, unter anderen das Quadrat der Hypothenuse, das die Franzosen gewöhnlich »Eselsbrücke« nennen. »Jedes intelligente Wesen«, sagt der Geometer, »muß die wissenschaftliche Bedeutung dieser Figur begreifen. Wenn es nun Mondbewohner giebt, so werden sie mit einer ähnlichen Figur antworten, und ist einmal die Verbindung eingerichtet, so ist’s keine schwere Sache, ein Alphabet zu schaffen, welches in Stand setzt, sich mit den Bewohnern des Mondes zu unterhalten.« So lautet der Vorschlag des deutschen Geometers, aber er kam nicht zur Ausführung, und bis jetzt ist noch keine directe Verbindung zwischen der Erde und ihrem Trabanten eingerichtet. Aber es ist dem praktischen Genie der Amerikaner vorbehalten, die Verbindung mit der Sternenwelt in’s Leben zu rufen. Das Mittel dafür ist einfach, leicht, sicher, unfehlbar; mein Vorschlag wird’s Ihnen auseinandersetzen.«

Lautes Beifallgeschrei, ein Sturm von Zurufen erfolgte. Es war auch nicht ein Einziger unter den Anwesenden, der nicht von den Worten des Redners bewältigt, hingerissen wurde.

– Hört! Hört! Stille doch! rief man auf allen Seiten.

Als es wieder ruhig geworden, fuhr Barbicane mit ernsterer Stimme fort:

»Sie wissen, welche Fortschritte die Ballistik seit einigen Jahren gemacht hat, und zu welch hohem Grade der Vollkommenheit diese Waffen gelangt wären, wenn der Krieg fortgedauert hätte. Ebenso ist’s Ihnen im Allgemeinen nicht unbekannt, daß die Widerstandskraft der Kanonen und die Treibkraft des Pulvers ohne Grenzen sind. Nun! von diesem Grundgedanken ausgehend, habe ich mir die Frage gestellt, ob es nicht, vermittelst hinreichender Vorrichtung innerhalb bestimmter Widerstandsbedingungen, möglich wäre, ein Geschoß bis zum Mond zu entsenden!«

Bei diesen Worten entfuhr ein staunendes »Oh!« aus beklommener Brust von Tausenden; dann nach einer kleinen Pause, gleich der Stille, welche dem Donner vorausgeht, entlud sich ein gewitterartiger Beifallssturm von Schreien und Rufen, daß der Sitzungssaal davon erbebte. Der Präsident versuchte zu sprechen; vergebens. Erst nach zehn Minuten konnte er zum Wort kommen.

»Lassen Sie mich ausreden, fuhr er kalt fort. Ich habe die Frage unter allen Gesichtspunkten betrachtet, habe sie entschlossen angefaßt, und aus meinen unbestreitbaren Berechnungen ergiebt sich, daß jedes Geschoß, das mit einer anfänglichen Geschwindigkeit von zwölftausend Yards [Fußnote] in der Secunde in der Richtung nach dem Mond hin abgeschleudert wird, nothwendig dort anlangen muß. Ich habe daher die Ehre, meine wackeren Collegen, Ihnen dieses kleine Experiment vorzuschlagen!«

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AKW-Unfall im Jahr von Tschernobyl, nicht in Tschernobyl

…sondern in Deutschland.

Ich wünschte ich würde, nachdem ich mich ca. vier Monate nicht mehr gemeldet habe, etwas positives bringen. Das Video, auf welches ich in diesem Beitrag hinweise, musste ich heute nach dem Schauen jedoch sofort ins Grübelstübchen einstellen. Eigentlich wäre ich noch ein paar Tage, höchstens eineinhalb Monate inaktiv geblieben, doch allmählich wecke ich aus meiner Inaktivität auf. Sei es drum, dass eben diese schlechte Neuigkeit der Auslöser dafür ist. Sie hat mich auf jeden Fall kalt erwischt, da ich von diesem Unfall bisher nichts gehört habe.

Wo ist die höchste aufgezeichnete Konzentration an Leukämieerkrankungen in der Welt anzutreffen? In Deutschland (zum Zeitpunkt der Doku).

Wo hat es 1986 einen Atomkraftwerkunfall gegeben? Im AKW Tschernobyl nahe der Stadt Propjat und… in Deutschland.

Es handelt sich um die Gemeinde Tespe, in der 16 Kinder an Leukämie erkrankten und um das AKW Krümmel in der Nähe der Gemeinde Geesthacht. Augenzeugen von dem Unfall und Wissenschaftler, welche die radioaktiven Werte bestätigen, sowie deutsche Politiker und Behörden welche vorgeben, andere Ergebnisse zu haben, inklusive von den Grünen, kommen in diesen Auszügen einer im ZDF ausgestrahlten Doku zu Wort.

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Süßer die Tornados nie klingen… (GiskoesGedanken)

Im Südwesten Deutschlands zu leben ist was schönes. Es kann aber auch ganz anstrengend sein, schlimmstenfalls krank machend. Zum Beispiel wegen des Fluglärms.

Der Großteil der Dröhnung dürfte der Präsenz US-amerikanischer Militärbasen verschuldet sein: Spangdahlem, Büchel, Rammstein…

Die Flugrouten ihrer Kampfjets zu verfolgen kann ganz spektakulär sein. Man fragt sich: Warum kriesen sie andauernd um eine Stelle herum? Sind sie auf einer „mission“? Haben die einfach Spaß? Oder verpuffen sie irgendwelche Steuergelder?

Ein Blogger, der sich regelmäßig die Verläufe der Routen anschaut ist Giskoe vom Blog „Giskoes-Gedanken“. Auch hat er die Möglichkeit dieselben soeben virtuell verfolgten Flieger live in der Natur zu erleben, zumindest zu hören.

Ganz so freiwillig läuft es dann in der Regel doch nicht ab. Beim Spazieren in schönen saarländischen, in der Regel stark fragmentierten, Wäldern, wird er einfach von den rotzfrechen „Touristen“ im Himmel belästigt.

Seinem Vorschlag, am „24.12.2016 möchte ich ab 17:00 Uhr 4 Tornados, 4 F-16, 4 C-130 und 4 C-17 für 4 Stunden über dem Saarland kreisen hören und sehen„, schliesse ich mich an. Für diese spektakuläre Vorführung wäre ich bereit, meine Proteste gegen die US-Militärpräsenz in der Pfalz einzustellen.

Quelle: Süßer die Tornados nie klingen…

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Informationskrieg (GermanForeignPolicy)

Wann immer die NATO Gewalt anwendet, sind die Deutschen weit empfänglicher für anti-militaristische Desinformationskampagnen als alle anderen NATO-Staaten.“ …so so, die Deutschen sind „den Großen“ , anscheinend zu pazifistisch. Um diesen Makel zu kurieren sollen “ ´Informationsstrategien´ entwickelt werden, die die Luftkriegsführung der NATO als mit dem Völkerrecht übereinstimmend und ´human´ porträtieren.

Nachfolgend ein German-Foreign-Policy-Artikel vom 28.10.2015, Quelle (klick)

Die NATO stützt sich bei der Entwicklung neuer Propagandatechniken zunehmend auf deutsche Wissenschaftler und Journalisten. Jüngster Ausdruck dieses Vorgangs ist eine für Ende November im nordrhein-westfälischen Essen anberaumte Konferenz über „strategische Kommunikation“, die ein Think-Tank des westlichen Militärbündnisses veranstaltet – unter Mitwirkung unter anderem eines Korrespondenten der ARD. Erklärtes Ziel der von führenden deutsch-europäischen Rüstungskonzernen gesponserten Tagung ist es, Methoden zu erarbeiten, mit denen sowohl „öffentliche Unterstützung“ für Kriegsoperationen der NATO generiert als auch „feindliche Medienarbeit“ gekontert werden kann. Deutschland gilt den Konferenzplanern in diesem Zusammenhang als „problematischer Fall“. Ihrer Auffassung nach sind „pazifistische Auffassungen“ weit verbreitet unter den Deutschen, die sich deshalb oftmals als besonders anfällig für antimilitaristische „Desinformationskampagnen“ erweisen. Dies zeige sich insbesondere bei den öffentlichen Auseinandersetzungen über die zivilen Opfer westlicher „Luftschläge“ und den Einsatz bewaffneter Drohnen.

Unterstützung generieren

Wie das im nordrhein-westfälischen Kalkar beheimatete „Joint Air Power Competence Centre“ (JAPCC) der NATO mitteilt, wird es in der Zeit vom 23. bis zum 25. November eine Konferenz über „Luftkriegsführung und strategische Kommunikation“ veranstalten. Die von führenden deutsch-europäischen Rüstungskonzernen wie Airbus Denfence and Space oder Rohde und Schwarz gesponserte Tagung in der Ruhrmetropole Essen richtet sich explizit an „Führungskräfte“ und „Entscheider“ aus Politik, Militär, Wirtschaft und Wissenschaft. Zu den vom JAPCC geladenen Referenten zählen unter anderen zwei Deutsche: der Militärhistoriker Philipp Fraund von der Universität Konstanz, der sich insbesondere mit Fragen der Kriegsberichterstattung befasst, und der „Hauptstadtkorrespondent“ der öffentlich-rechtlichen ARD, Christian Thiels, der als Experte für Medien- und Militärpolitik gilt. Erklärtes Ziel der Konferenz ist es, Methoden zu erarbeiten, mit denen sowohl „öffentliche Unterstützung“ für Kriegsoperationen der NATO generiert als auch „feindliche Medienarbeit“ gekontert werden kann.[1]

Luftschläge und Kollateralschäden

Ausgangspunkt der Tagung des JAPCC ist die These, dass von Kampfjets und Drohnen der NATO ausgeführte „Luftschläge“ zwar wesentlich für den „strategischen Erfolg“ des westlichen Militärbündnisses sind, aber gleichzeitig immer wieder massive öffentliche Kritik nach sich ziehen. Insbesondere die von Aufständischen und „radikalen Gruppen“ lancierten Berichte über zivile Opfer und „Kollateralschäden“ trügen dazu bei, die „öffentliche Meinung“ über die westliche Luftkriegsführung zu „unterminieren“, heißt es. Dies könne schlimmstenfalls dazu führen, dass die NATO die für sie entscheidende „Unterstützung“ durch die Bevölkerungen ihrer Mitgliedsstaaten einbüße, erklärt das JAPCC.[2]

PR-Strategien

Das JAPCC hält Deutschland in diesem Zusammenhang für einen besonders „problematischen Fall“. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs habe sich hier eine „starke pazifistische Haltung“ etabliert; auch lasse die „öffentliche Meinung“ die in den USA und Großbritannien gängige Unterstützung für die eigenen Streitkräfte sträflich vermissen, heißt es: „Wann immer die NATO Gewalt anwendet, sind die Deutschen weit empfänglicher für anti-militaristische Desinformationskampagnen als alle anderen NATO-Staaten.“[3] Um hier Abhilfe zu schaffen, hat das JAPCC eigens ein Forschungsprojekt initiiert, das das Ziel verfolgt, gegen die Luftkriegsführung der NATO gerichtete Anwürfe im Hinblick auf deren „Effektivität“ zu analysieren. Darauf basierend sollen dann erklärtermaßen „Informationsstrategien“ entwickelt werden, die die Luftkriegsführung der NATO als mit dem Völkerrecht übereinstimmend und „human“ porträtieren.[4] Zu den Mitarbeitern des Projekts zählt unter anderen der an der Universität Konstanz beschäftigte Militärhistoriker Philipp Fraund, der auch als Redner der jetzt angekündigten Konferenz des JAPCC vorgesehen ist. Erst im November 2013 war Fraund bei einem medienpolitischen „Workshop“ des „Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften“ der Bundeswehr (ZMSBw) aufgetreten, wo er einen Vortrag über „Pressepolitik und Kommunikationsstrategien“ der deutschen Streitkräfte hielt (german-foreign-policy.com berichtete [5]). Seine offenkundige Einbindung in militärische Strukturen entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie: Die Konstanzer Hochschule hat sich durch eine sogenannte Zivilklausel verpflichtet, nicht mit Streitkräften und Rüstungsindustrie zu kooperieren.

„Russische Desinformation“

Besonderes Augenmerk widmen die Organisatoren der JAPCC-Konferenz der russischen Medienpolitik. Diese habe insbesondere zwei Stoßrichtungen, heißt es: Zum einen werde versucht, der eigenen Bevölkerung eine „xenophobe Weltsicht“ zu vermitteln, der zufolge Russland das Opfer einer „permanenten westlichen Aggression“ sei. Zum anderen ziele die russische Propaganda auf die „Eliten“ und die politische Linke des Westens; beiden gesellschaftlichen Gruppen werde vorgemacht, dass Russland seit dem Ende der Sowjetunion Objekt „westlicher Ausbeutung“ sei und dass der Westen die von ihm zu Beginn der 1990er Jahre eingegangene Verpflichtung, die NATO nicht gen Osten zu erweitern, gebrochen habe. Zwar handele es sich jeweils um „reine Desinformation“, jedoch müsse auch diese gekontert werden; schließlich beabsichtige Russland, den Westen im Allgemeinen und die NATO im Besonderen zu „diskreditieren“. Gleichzeitig habe Russlands Vorgehen in der Ukraine und auf der Krim gezeigt, dass „Informationskampagnen“ mittlerweile integraler Bestandteil der russischen Militärstrategie seien und bei Bedarf mit „Cyberkrieg“ und Operationen von „Spezialkräften“ gekoppelt würden, erklärt das JAPCC. Dem JAPCC zufolge ist es daher unabdingbar, die russische Medienpolitik genauestens zu beobachten; dies ermögliche die „frühzeitige Aufdeckung potentiell aggressiver Handlungen“.[6]

„Stumpfe Speerspitze“

An dieser Stelle dürfte der als Referent der JAPCC-Tagung vorgesehene ARD-Korrespondent Christian Thiels ins Spiel kommen, der sich erst unlängst als antirussischer Propagandist und Advokat der Bundeswehr hervorgetan hat. So monierte er in einem Beitrag, die „zur Abschreckung gegen Russland“ aufgestellte „Speerspitze“ der NATO („Very High Readiness Joint Task Force“/VJTF) könne sich „im Ernstfall als ziemlich stumpf erweisen“. Schuld daran ist seiner Ansicht nach die deutsche „Bürokratie“, die eine schnelle Verlegung der Truppe ins Ausland unmöglich mache, weil sie unter anderem „Sondergenehmigungen für den Transport von Kriegswaffen“ verlange. Zudem fehle es der Bundeswehr an „geeigneten Flugzeugen“ für den Transport von Soldaten und Kriegsgerät, ließ Thiels verlauten. Zwar könnten die deutschen Streitkräfte wie beim Rückzug aus Afghanistan auf Antonow-Maschinen der Ruslan Salis GmbH zurückgreifen; nur sei an dieser Firma „pikanterweise … auch ein russisches Unternehmen beteiligt“.[7]

Streubomben

Unterdessen hat das JAPCC schon im Vorfeld seiner Konferenz über „strategische Kommunikation“ etliche „Empfehlungen“ für die „Erziehung der Öffentlichkeit“ im Sinne der NATO formuliert. Danach soll das westliche Militärbündnis etwa spezielle „Medienteams“ aufstellen, die bei künftigen Konflikten gezielt über „Menschenrechtsverstöße des Feindes“ berichten. Umgekehrt müssten diejenigen „aggressiv“ in ihre Schranken gewiesen werden, die den Einsatz von Streubomben oder illegale Tötungen durch bewaffnete Drohnen „per se als Kriegsverbrechen brandmarken“. Ihnen gegenüber sei zu betonen, dass „terroristische Gruppen“ und „Diktatoren“ sich ohnehin nicht an das Völkerrecht hielten, während die NATO stets alle „verfügbaren Ressourcen“ mobilisiere, um „zivile Opfer zu vermeiden“: „Streubomben sind sehr wichtig, wenn man einen Feind bekämpft, der als konventionelle Streitmacht organisiert ist.“[8]

[1], [2], [3] Joint Air Power Competence Centre (JAPCC): Air Power and Strategic Communications. NATO Challenges for the Future. Joint Air and Space Power Conference 23-25 November 2015. Read Ahead. Kalkar 23.09.2015.
[4] Siehe hierzu auch: Study of Airpower and Disinformation. Lessons for Future Operations.
http://www.japcc.org.
[5] Siehe dazu
Vierte Gewalt.
[6] Joint Air Power Competence Centre (JAPCC): Air Power and Strategic Communications. NATO Challenges for the Future. Joint Air and Space Power Conference 23-25 November 2015. Read Ahead. Kalkar 23.09.2015.
[7] Christian Thiels: Die ausgebremste Eingreiftruppe.
http://www.tagesschau.de 22.08.2015.
[8] Joint Air Power Competence Centre (JAPCC): Air Power and Strategic Communications. NATO Challenges for the Future. Joint Air and Space Power Conference 23-25 November 2015. Read Ahead. Kalkar 23.09.2015.

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Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer – die Rentner mit viel Zeit

Rentner haben viel Zeit. Und setzen sie häufig für Sinnvolles ein. So z.B. die ehemaligen NDR-Mitarbeiter Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer. Unermüdlich schreiben sie Programmbeschwerden an die ARD und zeigen Defizite der öffentlich-rechtlichen Sender in einer Häufigkeit, dass diese kaum hinterherkommen sie zu beantworten (Link zu einem schriftlichen Interview).

Ich verlinke dieses Youtube-Interview (weiter unten) aus einem bestimmten Grund. Ich habe nämlich mit den Herren Bräutigam und Klinkhammer etwas gemeinsam. Ich wurde aus den gleichen Gründen  wie sie gesellschaftlich aktiv!

Und zwar mitten während der Ukrainekrise. Wie auch sie, war ich vorher schon skeptisch, die Ereignisse in der Ukraine waren jedoch so dermaßen an Lug und Trug überzogen, dass anscheinend nicht nur bei mir und den beiden, sondern auch bei immer mehr Menschen, der Gedultsfaden riss. Nicht umsonst sind seitdem die positiven Werte bei den Umfragen zum Vertrauen in die Medien noch weiter ins Bodenlose gerutscht.

Besonders das erste Drittel des Interviews hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem, was ich, wenn ich nach der Motivation für das Betreiben dieses Blogs gefragt, antworten würde.

Über die Kontroverse um den Interviewer bin ich mir bewusst. Ich habe mich vor längerer Zeit mit der Person Ken Jebsen beschäftigt und kam zu dem Schluß, dass ihm viele Sachen vorgewurfen wurden, die nicht stimmen. Während man viel diffamierendes über ihn schrieb, hat man nie mit ihm selbst gesprochen. Der Buchautor und Journalist Mathias Bröckers hat dies letztens getan und ein Buch mit dem Titel: „Der Fall Ken Jebsen“ herausgegeben. Ich habe die Vermutung, und damit bin ich nicht allein, dass er Ziel einer größeren Kampagne gegen eine neu aufkeimende Friedensbewegung wurde. Liest man irgendwo das Wort „Querfront“, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, auch auf den Namen Ken Jebsen zu stoßen. Auch ich wurde somit, u.A. mit meiner Teilnahme am „Friedenswinter 2014/15“ und Protesten gegen die in meiner Nähe befindlichen Militärbasen Ramstein (Drohnen-Relaisstation) und Büchel (Lagerung von US-Atomwaffen), laut einigen öffentlichen Personen und Medienberichten, in die Sparte „Querfront“ gesteckt.

Solange ich nicht eines besseres belehrt werde und nachgewiesen, was ihm vorgeworfen wird, allein die Vorwürfe sind schon sehr diffus, empfehle ich seine Videos gerne weiter. Er spricht sehr ausführlich mit kritischen Köpfen unserer Zeit, daher sind in meinen Augen insbesondere die Interviews unter der Rubrik „KenFM im Gespräch“ zu empfehlen. Dabei wird nichts inhaltliches weggeschnitten. Über ihn und sein Team habe ich Leute wie Jean Ziegler und Dirk C. Fleck, beide schon mal auf dem Grübelstübchen gefallen (Links), überhaupt erst kennengelernt. Deswegen füge ich untenstehend noch eine Liste mit einer Auswahl an interessanten Gesprächspartner mit Verlinkungen aus den letzten Jahren an. Daran kann man auch die Reichweite und Vielfalt dieses „crowdfinanzierten“ Internetprogramms sehen.

Weitere interessante Gespräche:

Rainer Rupp (Topas), Dr. Daniele Ganser, Jürgen Roth (Der stille Putsch), Evelyn Hecht-Galinski, Dirk C. Fleck, Rüdiger Lenz, Niko Paech (Teil 1), Arnold Hottinger (Teil 1), Kazuhiko Kobayashi, Reiner Braun, Jürgen Grässlin (Schwarzbuch Waffenhandel) – Teil 1, Dr. Asfa-Wossen Asserate („Die neue Völkerwanderung“), Hans-Jürgen Krysmanski (Teil 1)Wolfgang Gehrcke (MdB Die Linke), Dr. Udo Ulfkotte (Gekaufte Journalisten), Ramsis Kilani, Albrecht Müller (Teil 1), Willy Wimmer (Wiederkehr der Hasardeure), Sally Perel (Hitlerjunge Salomon), Prof. Dr. Rainer Rothfuß (Uni Tübingen), Georg Zoche: Die Geschichte der Leitwährung, Markus Fiedler (Die dunkle Seite der Wikipedia), Peter König, Jean Ziegler, Dirk Pohlmann (Täuschung – Die Methode Reagan), Ernst Wolff – „Weltmacht IWF“, Fulvio Grimaldi, Gaby Weber („Krater für den Frieden“), Jorge Jurado (Botschafter Ecuadors a.D.), Prof. Rainer Mausfeld, Mathias Bröckers („Die ganze Wahrheit über alles“), Dirk Pohlmann (Deutsche U-Boote im Kampf gegen Schwedens Neutralität?), Wolfgang Bittner (Die Eroberung Europas durch die USA), Eugen Drewermann, Karin Leukefeld über den Status Quo in Syrien, Dirk C. Fleck („Feuer am Fuß“)

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„Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt“ (DasMagazin)

Am 3. Dezember erschien beim schweizer „DasMagazin“ ein sehr interessanter Artikel mit dem Titel: „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt„. Nach langer Zeit der bange, was man mit „Big Data“ so alles anfangen kann, bislang kannte man „Big Data“-Anwendungen nur aus wenigen konkreten Beispielen, aus Sorge getriebenen Vermutungen oder Science-Fiction-Produktionen, wurde nun von dem „Experten für Psychometrik“ Michal Kosinski eine Methode entwickelt, von einem Institut kopiert und bei den Wahlen zum Brexit und von Donald Trump anscheinend erfolgreich angewandt, welche mehr Licht in die Anwendungsmöglichkeiten von „Big Data“ bringen sollte. Die Methode wird weiter ausgereift und mit Sicherheit auch in Zukunft, es ist eine Frage der Zeit, weltweit und auch in Deutschland angewandt. Und sie scheint extrem erfolgreich zu sein: „Psychologisches Targeting, wie Cambridge Analytica es verwendete, steigert die Clickraten von Facebook-Anzeigen um über 60Prozent. Die sogenannte Conversion-Rate, also wie stark Leute – nachdem sie die persönlich zugeschnittene Werbung gesehen haben – auch danach handeln, also einen Kauf tätigen oder eben wählen gehen, steigerte sich um unfassbare 1400 Prozent*.“ Die potenzielle Anwendungsmöglichkeit ist immens. Kosinski, der Kopf hinter der Methode versieht mittlerweile seine Publikationen zu dem Thema mit einer Warnung. Seine Worte: „das hier ist nicht meine Schuld. Ich habe die Bombe nicht gebaut. Ich habe nur gezeigt, dass es sie gibt.

Ich wollte zuerst eine Zitatauswahl für Eilige posten, fand aber zu vieles aus dem Artikel wichtig. Daher hier der Link mit einer ausdrücklichen Leseempfehlung.

https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt/

Michal Kosinski

Michal Kosinski. Foto: Lauren Bamford. Übernommen aus: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bild-1124439-1080557.html

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