„Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt“ (DasMagazin)

Am 3. Dezember erschien beim schweizer „DasMagazin“ ein sehr interessanter Artikel mit dem Titel: „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt„. Nach langer Zeit der bange, was man mit „Big Data“ so alles anfangen kann, bislang kannte man „Big Data“-Anwendungen nur aus wenigen konkreten Beispielen, aus Sorge getriebenen Vermutungen oder Science-Fiction-Produktionen, wurde nun von dem „Experten für Psychometrik“ Michal Kosinski eine Methode entwickelt, von einem Institut kopiert und bei den Wahlen zum Brexit und von Donald Trump anscheinend erfolgreich angewandt, welche mehr Licht in die Anwendungsmöglichkeiten von „Big Data“ bringen sollte. Die Methode wird weiter ausgereift und mit Sicherheit auch in Zukunft, es ist eine Frage der Zeit, weltweit und auch in Deutschland angewandt. Und sie scheint extrem erfolgreich zu sein: „Psychologisches Targeting, wie Cambridge Analytica es verwendete, steigert die Clickraten von Facebook-Anzeigen um über 60Prozent. Die sogenannte Conversion-Rate, also wie stark Leute – nachdem sie die persönlich zugeschnittene Werbung gesehen haben – auch danach handeln, also einen Kauf tätigen oder eben wählen gehen, steigerte sich um unfassbare 1400 Prozent*.“ Die potenzielle Anwendungsmöglichkeit ist immens. Kosinski, der Kopf hinter der Methode versieht mittlerweile seine Publikationen zu dem Thema mit einer Warnung. Seine Worte: „das hier ist nicht meine Schuld. Ich habe die Bombe nicht gebaut. Ich habe nur gezeigt, dass es sie gibt.

Ich wollte zuerst eine Zitatauswahl für Eilige posten, fand aber zu vieles aus dem Artikel wichtig. Daher hier der Link mit einer ausdrücklichen Leseempfehlung.

https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt/

Michal Kosinski

Michal Kosinski. Foto: Lauren Bamford. Übernommen aus: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bild-1124439-1080557.html

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Eine Antwort zu „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt“ (DasMagazin)

  1. karolwojci schreibt:

    Seit Veröffentlichung des Artikels hat es viel Kritik dazu gegeben, es sei „überzogen“. Auch wenn dies stimmen sollte gilt es ein kritisches Auge auf die Online-Manipulationsmöglichkeiten zu lassen!

    Gefällt mir

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