Orwellscher Neusprech

12 Jahre half die Bundeswehr mit einem „humanitären Einsatz“ in Afghanistan für Recht und Ordnung zu sorgen. „Helfen“ muss man jedoch in Anführungsstrichen setzen, der „Luftangriff bei Kundus“ im Jahr 2009, bei dem 142 Menschen aufgrund einer Verwechslung durch die Anordnung eines deutschen Offiziers draufgingen, spricht eine andere Sprache.

Ausgerechnet an dem Tag, an dem beschlossen wurde, den Einsatz zu verlängern, also der Tag an dem das Scheitern der Bundeswehr besonders deutlich zu sehen war, wurde ein neuer Einsatz der Bundeswehr, nämlich in Syrien, beschlossen.

Das wurde nicht etwa Kriegseinsatz genannt, sondern „passive Unterstützung„. Es wurde wie immer zu Bomben gegriffen, bzw. die Partner dabei unterstützt, was unter dieser Konstellation überigens ein Bruch des Völkerrechts darstellte, weil die anderen Optionen nocht nicht ausgeschöpft waren. Der Islamische Staat bekam z.B. finanzielle Unterstützung aus 40 Staaten, so die russische Regierung damals. Konsequenzen hatte das keine.

Ganz nebenbei wurde ein weiterer Einsatz der Bundeswehr, nämlich in Mali durchgepeitscht. Wie wurde der genannt? Beistand für die Franzosen beim Sichern ihres „Yellowcakes“ (dem Shit den man braucht, um einen Uranreaktor zu betreiben) ??

Fehlanzeige: „Verlegung von Kapazitäten“ nach Mali. Das klingt deutlich angenehmer.

….Sprache ist schon was Schönes! Ein Hoch auf den Orwellschen Neusprech!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Tagesgrübelei veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s