Physiker beobachten weltweit erstmals, wie Nano- Goldpartikel durch Zellmembranen wandern

Das übliche Gerede, wenn es um mögliche Gefahren von Elementen im Nanobereich geht, ist, dass „diese geringen Konzentrationen“ keinen Schaden anrichten können. Im Grübelstübchen-Artikel „Zahnpasta? Oder lieber Sarin?“ wurde am Beispiel von Fluor in Zahnpasta darauf hingewiesen, dass Studien über einen Zusammenhang zu Krankheiten nahezu unmöglich sind, schließlich gibt es zu viele Faktoren, im alltäglichen Leben, die man einfach nicht ausblenden kann. Wenn über die Gefaren gesprochen wird, wird gerne mal vergessen, dass sich winzige Partikel im Körper akkumulieren, also häufen können. In folgendem Pressetext der Universität des Saarlandes wird eine Studie vorgestellt,  die am Beispiel von Gold zeigt, wie Nanopartikel sich in der Membran anlagern können.
„Nanopartikel sind in vielen Produkten unseres Alltags enthalten. Kosmetika, Nahrungsmittel, Kleidung, Elektronikartikel, Arzneimittel: Die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Die OECD berichtete jüngst (Link s.u.), dass Nanopartikel in mehr als 1300 kommerziellen Produkten enthalten sind, deren potenziell toxische Wirkung für Menschen, Tiere und Umwelt ausgeblendet wird. Die Mechanismen, wie diese Partikel durch menschliches Gewebe wandern, sind nach wie vor weitestgehend unverstanden.
Ein Team aus spanischen und saarländischen Physikern konnte nun weltweit erstmals in Echtzeit beobachten, wie eine bestimmte Art von Nanopartikeln durch eine künstliche Zellwand wandert. Damit haben sie den Grundstein für weitere Forschungen gelegt, die im sicheren Umgang mit den winzigen Teilchen helfen sollen. Die Studie ist am 2. November in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen.“
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Bildquelle: Universität des Saarlandes

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