Erkenne und verändere dich selbst!

Erkenne dich selbst! „…Im alten Griechenland suchten die Leute das Orakel auf, um herauszufinden, welches Schicksal sie erwartete oder wie sie sich in einer bestimmten Situation verhalten sollten. Es ist anzunehmen, dass die meisten Besucher die Worte beim Eintritt in den Tempel lasen, ohne sich bewusst zu sein, dass sie eine viel tiefere Wahrheit enthielten als alles, was ihnen das Orakel sagen konnte.“

Zwei bis drei Jahrtausende später: „Erkenne dich selbst“ und „Verändere dich selbst“.

Diese zwei Sätze bergen großes Potential. Sie können die Welt verändern. Sie können die Welt zu einem besseren Ort machen. Sie können die Menschheit aus dem riesigen Schlamassel herausholen, in welches sie durch die Menschen gebracht wurde. Diese Worte in Taten umgesetzt, könnten sogar der einzige Weg sein, dauerhaft aus der derzeitigen Misslage herauszukommen.

Das sind Töne, die man vom Grübelstübchen nicht gewöhnt ist. Deswegen bedarf es ein paar einführender Worte, die allerdings auch übersprungen werden können. Zum Schluß folgen zwei wichtige Videos, die zusammengenommen eine Handlungsanweisung für die Zukunft des Planetens sein könnten.

Eigentlich ist es üblich, dass ich jede Person, von der ich etwas veröffentliche, näher überprüfe, um ihre Motive zu ergründen. Was für Absichten haben Eckhardt Tolle und Thomas Campbell, die Autoren der Videoinhalte? In was für Kreisen sind sie unterwegs? Es ist das erste mal, dass ich es nicht tue und sie trotzdem verlinke. Ich habe keine Ahnung was das für Gestalten sind. Ich biete ihnen eine Bühne, ohne ihre Hintergründe, wie eigentlich üblich, zu überprüfen.

Wenn ich das tun würde, sie zu überprüfen, könnte ich auf etwas stoßen was mir missfällt. Und könnte daraufhin anfangen, die Botschaften den beiden Videos zu relativieren. Ihnen geringeren Wert beimessen, ohne dass die Worte an eigentlicher Wahrheit verlören. Kommen ihre Worte aus einem zwielichtigen religiösen Milieu? Sind die beiden vielleicht staatlich zertifizierte „Verschwörungstheoretiker„? Erzählen sie nur das was die Leute hören wollen, um ihre Bücher zu verscherbeln?

Ist dem so? Ich weiß es nicht. Ich kenne Eckhardt Tolle und Thomas Campbell nicht. Und ich höre nur ihre Worte, ihre Botschaft. Und ich empfinde sie als wichtig. Als so wichtig, wie eingangs angekündigt, dass sie das Potential haben, die Welt zum Guten zu verändern. Sie klingen „spirituell angehaucht„, was gerne mal automatische Abwehrreflexe hervorruft, doch das stört mich nicht. Denn sie entahlten eine tiefere Wahrheit, als jedes Orakel der Welt anzubieten hat.

Denn die Worte liefern einen Ausweg aus der Misere.

Das Grübelstübchen konzentrierte sich bisher darauf, eine Momentaufnahme der Welt in ihrem derzeitigen Zustand zu zeichnen. Das Ergebnis grob zusammengefasst: Profitgeilheit auf Kosten von Leben. Das Festhalten von Zuständen ist extrem wichtig. Denn es beinhaltet mehr Lösungen, mehr Auswege, als es oberflächlich erst einmal den Anschein hat. Sie werden in den Artikeln jedoch nicht schwarz auf weiß in Worte gefaßt. Denn sie werden in der Sache selbst beschrieben.

Gemeint ist einfach nur die Umkehrung des beschriebenen Ereignisses. Gemeint ist: Einfach aufhören, die beschriebene Sache zu tun. Geht es beispielsweise um Umweltzerstörung, heisst die Lösung ganz simpel: aufhören, die Umwelt zu zerstören. Als Autor gebe ich damit einen Rat, einen Handlungsvorschlag. Doch erreiche damit nichts. Oder besser gesagt: wenig.

Denn es ist zwar wichtig, Verbrechen festzuhalten. Nur so kann was gegen sie unternommen werden. Nur, wenn Missstände aufgezeigt werden, können sie beseitigt werden. Erst wenn man von einer Sache weiß, kann man was gegen sie unternehmen. Doch man dreht sich im Kreis.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Menschen, die daran arbeiten, Missstände aufzuzeigen (z.B. Journalisten) und Menschen, die sich bemühen, diese aus der Welt zu schaffen (z.B. Juristen) sind Helden. Sie verdienen den größten Respekt! Sie sind eine Inspirationsquelle für mich, ohne ihnen wäre ich nie gesellschaftlich aktiv geworden. Durch sie werden Menschen gerettet. Sie sind wie Jedi-Ritter, kämpfen unermüdlich auf der „Guten Seite der Macht„, und bringen Verbesserungen. Doch trotzdem drehen sie sich im Kreis. 

Vermutlich gab es Menschen, welche schlechte Entwicklungen in der Gesellschaft enttarnten und was gegen sie unternahmen schon seit es „die Dunkle Seite der Macht“ überhaupt gab. Menschen, die mit oder ohne Laserschwert, von vorne rein gegen das Schlechte kämpften. Aber wie kommt es dann, dass das „Böse“ trotzdem zu siegen scheint? Warum scheint die Welt im Begriff zu stehen, komplett gegen die Wand zu fahren? Warum reichen jahrtausendlange Erfahrungswerte nicht aus, um nicht immer wieder in einer noch schlimmeren Ausgangslage zu landen? Denn wie schlimm ein in Dörfer einfallender Dschingis Khan oder ein nahezu die ganze (bekannte) Welt unterjochender römischer Kaiser zu sein scheinen, erst der „moderne Mensch“, trotz all seiner Verträge, Gesetze, Wissenschaften und Kultur, schaffte es, die Welt so weit zu bringen, ganze Landstriche unbewohnbar zu machen. Stichwort: Weißrussland seit der Tschernobyl-Katastrophe. Doch Tschernobyl steht nur exemplarisch dafür, dass sich das Kräftegleichgewicht zwischen der „Guten“ und der „Schlechten Seite der Macht“  auf letztere verlagert hat.

Was es bedarf ist eine radikale Umdenke und zwar zu allererst auf persönlicher Ebene. Es ist eine Systemfrage, jedoch erst einmal nur insofern, dass es eine systematische Änderung eines jeden einzelnen Menschen bedarf. Der Mensch folgt bewusst oder unbewusst bestimmten gesellschaftlichen Handlungsmustern, die derzeitigen sind kapitalistische, genauer: neoliberale. Änderte man das System, so käme es einfach nur zu einer Anpassung an die gesellschaftlichen Handlungsmuster des neuen Systems, beispielsweise von kapitalistischem zu kommunistischem Verhalten. Es wäre jedoch eine Verordnung von oben, die anfällig ist für eine Pervetierung, um erneut die Welt vor die Wand zu fahren, um sich dann die Frage zu stellen, wie es so weit kommen konnte. Auch, wenn sie im Konsens mit der „Masse“, auf einer demokratischen Weise, passierte, so könnte sie nicht über Jahrtausende festgefahrene Verhaltensweisen aus der Welt schaffen, die mit dem jüngsten System, dem Kapitalismus, nur ihren perversesten Höhepunkt erreichten.

Der einzige Weg, die Welt davor zu bewahren, ins totale Chaos zu verfallen und dauerhaft Frieden zu schaffen, Frieden, der die Erde, und die potentiell von den Menschen als besiedelbar ins Auge gefassten weiteren Planeten, bewohnbar hielte, geht mit einem radikalen Umdenken  einher. Die Revolution darf nicht, wie oft gefordert, auf einen blosen Systemwechsel abzielen. Ihr muss eine Revolution im Kopf vorausgehen. Es ist ein langer Prozess der Selbsterkenntniss, ein langer Prozess der Selbstveränderung. Welche auch nur fruchten kann, wenn der Mensch anfängt als Spezies zu denken. Und welche auch nur funktionieren wird, wenn den jüngsten in der Gesellschaft, den Kindern, nicht vorenthalten wird, sich selbst zu verwirklichen. In einem Stadium, in dem ein Sich ändern nicht mal mehr vonnöten wäre, weil noch das angeborene Gefühl für Recht und Unrecht bestünde.

Ich übergebe das Wort an Eckhardt Tolle und Thomas Campbell.

 P.S.: Es müsste ein Weg gefunden werden, die Inhalte der beiden Videos auf eine sprachliche Ebene zu bringen, um sie für alle, also für Menschen aus verschiedenen Bildungsniveaus und mit verschiedenen Interessen etc., verständlich zu machen. Ich selbst habe die Videos beide öfters gesehen und würde daran scheitern sie jemandem in allen Facetten zu vermitteln. Auch würde ich die Inhalte nur subjektiv wiedergeben können. Da es zur Zeit eine allgemeine Informationsverknappung im Bildungssystem und in der Gesellschaft gibt,  kommt es leider dazu, dass lange Texte und „komplizierte“ Sätze von immer weniger Menschen verstanden werden. Das werden zum Beispiel die meisten Lehrer traurigerweise bestätigen können.

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