Die Schleimspur die ins Weiße Haus reichte

Merkel im Jahr 2002, wie sie sich für den Irakkrieg stark machte (1) und den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder dafür anklagte, dass er Deutschland – löblicherweise muss man sagen – nicht an dem Verbrechen der „Koalition der Willigen“ teilhaben lies, den Irak auf Basis erfundener Beweise in die Steinzeit zurück zu bomben. Für Merkel war es ein „schamloser Betrug am Wähler„, um genau zu sein der größte, den sie in ihrer „politischen Karriere je erlebt hat„. Massiver Applaus von der CDU und FDP…
Frau Merkel sorgte sich darum, dass das „zerstörte Vertrauen in Deutschland“ von der Nachfolgererregierung wieder mühevoll wieder hergestellt werden müsse. Zerstörtes Vertrauen = kein blinder Gehorsam.
So sieht es aus. Damals wie heute hat Merkel alles getan, was man jenseits des Atlantiks von ihr sehen wollte. Sich nicht der Internationalen Kriegstreiber-Elite anzuschließen wäre ja – das so oft von ihr verwendete Wort – „verantwortungslos„. Der Frau schien es sogar so ernst damit gewesen zu sein den Irak platt zu machen, dass sie selbst in der Washington Post einen Gastkommentar schrieb (2), dass Schröder, „nicht für alle Deutschen“ spreche, was vielleicht der Moment war, in dem die Herrschaften im Weißen Haus, angesichts der bis ins Weiße Haus reichenden Schleimspur, auf sie aufmerksam wurden.
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Der Irakkrieg wird von Experten als Geburtsstunde des IS gesehen. Dass damals getrickst und gelogen wurde, um „endlich“ – die Pläne waren schon vor Jahren geschmiedet – in den Irak einzumarschieren, wird zur Zeit in Großbritannien anhand des Chilcot Report (3) deutlich. Auf 6275 Seiten wird dort beschrieben, wie Politiker, Öffentlichkeit und Gerichte auf den Krieg eingestimmt wurden.150 000 Tote später wird die Sache nicht wirklich aufgearbeitet und auch nicht die Frage gestellt, ob Deutschland nicht eine schleimige Kriegstreiberin als Kanzlerin hat.

 

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