TÖDLICHE LÜGEN: Glyphosat & BfR (Die Schande für Deutschland)

Ein Arbeitskollege erzählte mir, dass er sich als Jugendlicher einen kleinen Tümpel angelegt hat, in den er 15 Forellen zum Angeln gesetzt hat. Das Angeln brachte er sich mit Mühe über lange Zeit komplett selber bei. Bevor er auch nur einen Fisch angeln konnte starben sämtliche Forellen in seinem kleinen Tümpel. Daraufhin erfuhr er von seinen Eltern, ihre Nachbarn hätten erstmals ihre Felder mit Pflanzenschutzmitteln besprüht.
Was meinem Arbeitskollegen in den 80er Jahren zugestoßen ist, findet heute tagtäglich statt. Die schädlichen Wirkungen auf die Umwelt sind enorm. Beispielsweise hört man immer wieder über das Bienensterben. Ganz oben auf der Liste stehen Pflanzenschutzmittel, z.B. Neonikotinoide, ein Zusammenhang gilt als erwiesen (International Union for Conservation of Nature, klick). Ein weiteres von zahlreichen Herbiziden ist das Glyphosat. Im nachfolgenden Artikel erläutert eine Blogger-Kollegin (Mona Lisa von „Das Treiben der Lämmer“) recht ausführlich die biologischen Zusammenhänge von dem zur Zeit stark diskutierten Mittel.
Den ersten Teil der bald fortgesetzten Reihe würde ich gern noch um einen Aspekt ergänzen. Wie ist es möglich, dass die Natur zerstörende Substanzen überhaupt erst zugelassen werden? Dass die Industrie an der Erarbeitung von Gesetzen beteiligt ist, ist nichts neues. Es sind sogar genügend Fälle bekannt, in denen der Wortlaut von Gesetzen direkt aus der Industrie stammt. Bei der Risikobewertung ist die Gesetzeslage so, dass die Firmen ihre eigenen Studien machen. Der EU kommt die Aufgabe zu, zu beurteilen, ob die Gesetze plausibel sind. Aus dieser Ausgangslage wird über die Zulassung entschieden. Wenn die Firma also bestimmte Ergebnisse verschweigt, kann der Gesetzgeber das nicht wirklich kontrollieren, weil er ja nur über die Plausibilität der Studien entscheidet, die er bekommt. Anscheinend hat sich Monsanto eben auf diese Weise die Zulassung für Glyphosat überhaupt erst ermöglicht und unerwünschte Ergebnisse einfach „zurechtgeschliffen“. So soll Monsanto schon seit den 1980er Jahren über die krebserregende Wirkung von Glyphosat Bescheid gewusst haben.

Das Treiben der Lämmer

Roundup UISeit Wochen gibt es eine öffentliche Kontroverse über die Neuzulassung von Glyphosat, dem „Wirkstoff“ in den meistverkauften Herbiziden (GBH-Unkrautvernichtern) weltweit.

Die Entscheidung auf EU-Ebene wurde mittlerweile vertagt, weil bei einer Probeabstimmung sieben Länder nicht dafür stimmten, was natürlich von seiten der Chemiekonzerne nicht erwünscht ist.

Was hier passiert, sollte uns alle aufrütteln, denn die Konsequenzen sind verheerend für unsere Gesundheit, (vor allem für unsere Kinder) und unsere Lebensgrundlagen. (Mehr dazu weiter unten)

Alles, was die Hersteller über die „Unbedenklichkeit“ von Glyphosat verkündet haben ist FALSCH und das kann man auch schlüssig beweisen. Pestizide sind biochemische Massenvernichtungswaffen, mit denen die Chemiefirmen Milliarden verdienen, weil unsere Zulassungsbehörden von Leuten besetzt sind, die entweder keine Ahnung oder kein Gewissen haben (oder beides).

Dass Leute wie Herr Solecki und Herr „Präsident“ Hensel vom BfR noch nicht in U-Haft sitzen, ist ein Skandal, wenn man die enormen Risiken von GBH kennt: …

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3 Antworten zu TÖDLICHE LÜGEN: Glyphosat & BfR (Die Schande für Deutschland)

  1. Alice schreibt:

    Ich bin kein Freund von solchen skandalisierenden Überschriften und Schreibstilen („alles Lügen“), aber inhaltlich stimme ich zu. Bedenklich ist vor allem die Kombi von Gentechnik und Unkrautvernichtern. Und gerade will der Chemiekonzern Bayer Monsanto übernehmen. Das ist doch eine giftige Mischung, fürchte ich

    Gefällt 1 Person

    • karolwojci schreibt:

      Hi Alice,
      habe das anfangs auch ähnlich gesehen, der Schreibstil ist nicht jedermanns Sache, kann ihn aber mittlerweile gut nachvollziehen. Wenn man sich so auf der Seite „Das Treiben der Lämmer“ umschaut, merkt man, dass sie dort sehr viele traurige und fassungslos machende Themen sehr detailliert behandelt, dabei bezieht sie häufig Studien mit ein und viele Blickwinkel. Das was sie in dem Artikel beschreibt, zeigt sie auch in vielen anderen Bereichen, und da merkt man, dass sich die Muster immer wiederholen. Die Gesundheit der Tiere, Menschen und Pflanzen muss jedes mal neben ökonomischen Interessen zurückstecken. Zum Thema Radioaktivität zum Beispiel hat sie viele Studien etc. über die schädliche Wirkung aufgeführt und parallel dazu sieht man, dass die Ergebnisse dieser Studien nicht breit diskutiert, zum Teil sogar unter den Teppich gekehrt werden…. (https://medienschafe.wordpress.com/tag/fukushima/)
      So entwickelt jeder seinen eigenen Schreibstil, der bei den einen vielleicht ein Unbehagen entstehen lässt, bei anderen jedoch vielleicht nötig ist, weil die Verarbeitung von „nüchterner“ Information keine gedanklichen Konsequenzen nach sich zieht und nur einen weiteren Informationsinput, neben der Informationsflut die man so oder so täglich abbekommt, darstellt.
      In einer Mail hat sie mirgegenüber mal geschrieben, dass sie damit die Leute „aufrütteln“ will und dass sie auch eine emotionale Kommentierung für nötig hält.
      Das kann ich gut nachvollziehen, weil ich z.B. aus emotionalen Gründen, als ich meinen ersten Artikel geschrieben hab war ich recht wütend, angefangen hab zu schreiben. Das merkt man dann schon im Schreibstil: https://karolwojci.wordpress.com/2015/01/08/schone-welt/
      Das artet dann durchaus auch mal in Sarkasmus aus, über die geplante Zusammenlegung von Bayer und Monsanto habe ich zum Beispiel angefangen einen Artikel darüber zu schreiben, dass die zwei bösen Firmen wie „Arsch auf Eimer“ zusammenpassen. Das ist ein Luxus den wir uns, im Gegensatz zu dir, als Nicht-Journalisten noch leisten können 😉

      Vielleicht stolpert Mona Lisa ja zufällig auf den Kommentar und kann uns über ihre Motivation aufklären?

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